Julian Assange, Gründer des Whistleblowers WikiLeaks, darf nach Schweden ausgeliefert werden. Zu diesem Entschluss kam ein britischer Richter. Und macht damit den Weg frei für das nächste Kapitel um WikiLeaks-Gründer Julian Assange. Schweden hat gegen Assange einen Haftbefehl erlassen und will den 39-Jährigen wegen des Vorwurfs der Vergewaltigung befragen. Julian Assange vermutet dagegen ein Komplott.
WikiLeaks-Gründer kann in Berufung gehen
Der Gründer von Wikileaks muss aber nicht sofort damit rechnen, an Schweden ausgeliefert zu werden. Stattdessen wollen die juristischen Vertreter des 39-Jährigen zunächst in Revision gehen. Dazu bleibt Julian Assange eine Frist von sieben Tagen, binnen derer die Berufung eingereicht werden muss. Im Anschluss hat ein britisches Gericht erneut 40 Tage, um über die Revision des WikiLeaks-Gründers Assange zu entscheiden.
In Schweden wird der 39-Jährige wegen des Vorwurfs der Vergewaltigung in einem nur minder schweren Fall gesucht. Allerdings stand von Beginn des Verfahrens im Raum, hier gehe es um die politischen Aktivitäten von WikiLeaks und Assange. Der Australier hat mit dem Whistleblower und geheimen Dokumenten mehrfach die USA brüskiert.
Erst die Unterlagen zu den Kriegen in Afghanistan und dem Irak, anschließend Material aus dem politischen Korps. Daher steht nach wie vor der Verdacht im Raum, Schweden könnte Julian Assange an die USA ausliefern.
Assange widerspricht Anschuldigungen
WikiLeaks-Gründer Julian Assange hat den Vorwürfen wiederholt widersprochen. Kurios scheint für dessen Anhänger zudem die Tatsache, dass gegen Assange bislang keinerlei Anklage erhoben wurde. Zuletzt geriet der 39-Jährige aber auch abseits in die Schlagzeilen. Einige prominente Befürworter und Weggefährten wandten sich von Assange ab.
Dem Bekanntheitsgrad der Plattform WikiLeaks tut dies aber keinen Abbruch. Im Gegenteil – der Whistleblower hat überall Unterstützer. Julian Assange steht in Großbritannien derzeit unter Hausarrest, könnte aber, sofern die Staatsanwaltschaft die Freilassung auf Kaution erfolgreich anfechten kann, wieder im Gefängnis landen.

























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