Türken zur Wahl über Staatsreform von Erdogan aufgefordert. Türkei weiterhin ein sekulärer oder bald islamischer Staat?
Wahlen in der Türkei: islamische Staatsausrichtung oder weiterhin sekular? In der Türkei wird seit heute morgen über die Staatsreform abgestimmt. 50 Millionen Türken stimmen über die zukünftige Marschrichtung der Türkei als sekulärem Staat mit strikter Trennung von Staat und Religion oder als islamisch geprägtem Staat ab. Das Referendum gilt auch als Zeichen der Zustimmung oder Ablehnung des Ministerpräsidenten Recep Erdogan.
Seit gut 30 Jahren hat das Militär in der Türkei das Sagen, wenn es um die grundlegende Marschrichtung des Staates geht. Die Generäle sind es auch bisher gewesen, die vor allem für den Fortbestand der Türkei als sekulärem Staat mit strikter Trennung von Staat und Religion sorgten. Das will der amtierende Premier Recep Erdogan ändern. Seiner stark islamischen Ausrichtung verdankt er die große Unterstützung unter den religiösen Bevölkerungsgruppen. Kein Wunder also, dass Erdogan der Türkei eine islamische AUsrichtung verschreiben will. Damit ist das Referendum und die Abstimmung zur Staatsreform auch ein Machtkampf zwischen Erdogans islamisch-konservative Partei AKP und den Militärs.
Wahlausgang offen : Wahl Lokale bis 17 Uhr geöffnet
Der Wahlausgang gilt als offen. Während einige Umfragen die Befürworter der Staatsreform leicht in Führung sehen, gehen andere Umfragen von einem Kopf-an-Kopf Rennen aus. Bis 17 Uhr haben die rund 50 Millionen Wahlberechtigten die Möglichkeit, Einfluss auf das Wahlergebnis aus zu üben. Sollte sich eine Mehrheit für die Verfassungsreform finden, käme es zu grundlägenden Änderungen in den Machtbefugnissen von Armee und Justiz und zu einer nochmaligen Stärkung der Machtfülle von Recep Erdogan.

























Wie kann sowas nur passieren, ein Land, dass sich doch bis heute noch so stark zu seinen Nachbarländer abgegrenzt hat, in dem Internationalisierung GROß geschrieben war…
Anscheinend kann man Leute mit Gold doch noch dazukriegen, jemand zu wählen, denn man nicht kennt..
traurig
“sekulärer”, toller Artikel…