Politik

Koran-Verbrennung und Islam: Thilo Sarrazin und Pastor Terry Jones

Der US-Pastor Terry Jones gibt seinen Plan von der Koran-Verbrennung nicht auf

Der Pastor einer kleinen US-amerikanischen Kirche mit wenigen Mitgliedern schafft es weiterhin, mit seinem Vorhaben einer öffentlichen Koran-Verbrennung die halbe Welt in Atem zu halten. Damit löst Jones eine weltweite Debatte, die an jene von Thilo Sarrazin in Deutschland erinnert. Auch Sarrazin wagt sich im Zuge seiner Buchvermarktung weit heraus und provoziert mit grenzwertigen Behauptungen über Ausländer, Muslime und Juden, wodurch ihm maximale Aufmerksamkeit zuteil wurde. Das gleiche schfft nun auch Pastor Terry Jones mit seiner Handvoll Jünger im weltweiten Maßstab.

Eigentlich schien die Koran-Verbrennung schon vom Tisch, nachdem die christliche Gemeinde um Pastor Terry Jones in den USA die viel umstrittene anti-islamische Aktion absagte. Doch nun verlautbart der Gemeindeoberhaupt, an seinen Plänen, viele Koran Bücher exemplarisch und öffentlich verbrennen zu wollen, fest. Eine, wenn zwar provokante und vorurteilsgeschwängerte Aktion, mit Symbolcharakter, die der Gemeinde mit Sicherheit weiteren Mitglieder-Zuwachs bescheren wird. Denn die ablehnende Haltung gegenüber dem Islam ist nicht nur in den Reihen der Sarrazin-Anhänger in Deutschland groß, sondern auch in den USA nicht zu vernachlässigen.

Kummer bei Barack Obama und der SPD

Was der SPD in Deutschland der Thilo Sarrazin ist dem Barack Obama der Pastor Terry Jones. Beide haben ein großes Problem und können nur verlieren. Eine SPD tut sich ebenso schwer damit, einen mittlerweile in weiten Teilen der Bevölkerung beliebten Politiker Sarrazin zu entlassen, wie der US-Präsident Obama mit dem Verbot der Koran-Verbrennung als Untergrabung der Religionsfreiheit. Nicht auszudenken, wie das aktuelle Kräfteverhältnis sich ändern könnte, wenn sich Thilo Sarrazin mit Pastor Terry Jones vereinen würde.


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